Lore
Die Riders of the Storm – Erben des Leadsky In den endlosen Staubebenen jenseits des Ash Gate, dort wo selbst die Sonne nur noch als blasses, verzerrtes Gebilde durch den Giftnebel brennt, jagt der Wind wie ein lebendiges Wesen über den Boden. In diesen Ödlanden existieren die Leadsky Seeker, ein uralter Ash-Waste-Nomads-Clan, der nach den wandernden Sternen navigiert, die nur sie durch den ewigen Staubschleier erkennen können. Für Außenstehende wirken sie wie Geister, die aus der Asche geboren wurden – für jene, die ihnen begegnen, sind sie der letzte Atemzug vor dem Tod. Der Marsch nach Aegis Reach Seit Generationen hielten sich die Leadsky Seekers fern von den Megastrukturen des Imperiums. Doch Kareshs Visionen ließen Varkhul keine Wahl:Ein uraltes Schild – ein Relikt vergangener Macht – würde bald in Flammen stehen, und mit ihm das Schicksal ganzer Stämme. Die Riders of the Storm machten sich auf den Weg zum Ash Gate, eskortierten den Stamm durch die radioaktiv glühenden Schluchten und über die toxischen Salzebenen, wo selbst Staubfresserwürmer kaum überleben. Unter Orvaks Führung passierten sie die Patrouillen der Rusthaven-Wächter, schlichen sich durch die Scrapper-Barrikaden und gelangten schließlich durch die schwankenden Transitbrücken in die äußeren Schichten von Aegis Reach. Die Tage des Staubpostens Nachdem die Riders of the Storm aus den Sandmeeren in den Hive-Sektor Aegis gelangt waren, wirkte die Stadt zunächst wie ein endloses Labyrinth aus Metallrippen und giftigem Dunst. Doch Varkhul, der Dustfang selbst, spürte in der stickigen Luft ein Schicksal, das größer war als die Steppe. Also befahl er, sich in den äußeren Schächten einzurichten. Der Staubposten – „Dusthold“ Die ersten Nächte verbrachten sie in verlassenen Instandhaltungstunneln. Doch schon bald errichteten sie, aus Schrottplatten, Membranplanen und den Überbleibseln alter Ventilatorgehäuse, ihren ersten eigenen Vorposten:Dusthold.Ein Ort aus knarzenden Metallstegen, flackernden Lichtfäden und dem ewigen Summen der Lüftungsschächte – aber ihr erstes Stück „Himmel" im Hive. Karesh Dune-Seer erklärte Dusthold zum „Auge des Sturms“ – einem Zufluchtsort, von dem die Stammkrieger aus in die Tiefen von Aegis ausziehen würden. Doch der Frieden hielt nicht lange. Erste Begegnung: Clan of Angrox Der erste Kontakt mit den Prospector Dwarves des Clan of Angrox kam schneller als erwartet. Die Riders hatten eine alte Lastenplattform als mögliche Beute ausgemacht – nicht ahnend, dass die kurzbeinigen Metallgräber ein formelles Anrecht darauf beanspruchten. Die Begegnung eskalierte sofort. Khorr, einer der jungen Krieger, stellte sich mutig zwischen Häuptling Varkhul und das konzentrierte Feuer der schweren Prospector-Bohrerwaffen. Er fiel im Kugelhagel, aber sein Opfer verschaffte Varkhul die Sekunden, die er brauchte, um Dusthold zu erreichen. Der Kampf endete in einer bitteren Niederlage.Doch die Riders vergaßen Khorrs Name nicht.Nicht im Staub und nicht im Stahl. Zweite Begegnung: Kult of Fast Food Kaum hatten sie den Verlust verarbeitet, trafen sie in den Abfalltunneln von Aegis auf die nächste Bedrohung: die Corpse Grinders des Kult of Fast Food, deren brutale, kulthafte Verehrung von Fleischsägen und Mahlweiden selbst in der Dunkelheit der Unterwelt Schrecken verbreitete. Hier kam es zu jenem verhängnisvollen Duell zwischen Veyl the Twin Serpent und dem Skinner Chainz.Veyl kämpfte wie ein Dämon aus den Dünen – Gift hüllte die Whips ein wie lebendige Schlangen, und ein Treffer ließ das Toxin in Chainz’ Fleisch brennen. Doch der Skinner war unaufhaltsam und riss Veyl schließlich zu Boden. Als die Grinder sich zurückzogen, führten sie den Sha’dar Hunter gefesselt und lebendig mit sich.Ein zweites Mal endete der Tag in Staub und Schmach. Dem Dustfang waren die nächsten Schritte so klar wie die Schneisen eines Wüstensturms im Sand.Veyl musste befreit werden – bevor die Grinder seinen Geist brechen oder seine Fähigkeiten für ihre Fleischrituale missbrauchen konnten. Kein Sha’dar Hunter blieb zurück, nicht solange Varkhul atmete. Doch die Zeit drängte. Gerüchte flüsterten durch die Schächte von Aegis, dass der Secundian Hunter Cadre der Palanite Enforcers begonnen hatte, Gebiet um die alten Bone Shrines zu markieren. Diese heiligen Fundstätten – Hügel aus uralten Kreaturenknochen, die sogar älter wirkten als der Hive selbst – waren für die Riders nicht nur Rohstoff, sondern Omen, Wegweiser, Teil der Stammesseele. Wenn die Enforcers sie für sich beanspruchten, würde das Herz des Storm Clans hier im Hive nie Wurzeln schlagen. Also rief Varkhul seine Krieger zusammen.Er sprach von Blut, von Pflicht, von dem Sturm, der nun entfesselt werden musste.